WEF 2026: KI weiterhin Top-Thema in der Cybersicherheit

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Auch in diesem Jahr spielt das Thema Cybersicherheit eine wichtige Rolle auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. So prognostiziert etwa der Global Cybersecurity Outlook 2026, dass Cyberrisiken durch Fortschritte in der künstlichen Intelligenz (KI), die zunehmende geopolitische Fragmentierung und die Komplexität der Lieferketten verschärft werden.

Der Bericht knüpft damit den Schlussforderungen des WEF im vergangenen Jahr an, wonach eine Reihe von sich verstärkenden Faktoren – geopolitische Spannungen, komplexe Lieferketten, zunehmende Regulierung und rasche technologische Veränderungen – zu einer Ära zunehmender Komplexität und Unvorhersehbarkeit führen werde.

Zu den wichtigsten Ergebnissen des aktuellen Berichts gehören:

94 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass KI im Jahr 2026 der wichtigste Treiber für Veränderungen im Bereich Cybersicherheit sein wird.

87 Prozent der Befragten gaben an, dass KI-bezogene Schwachstellen im vergangenen Jahr zugenommen haben. Außerdem habe es einen Anstieg bei weiteren Cyberrisiken wie Cyberbetrug und Phishing, Störungen der Lieferkette und die Ausnutzung von Software-Schwachstellen gegeben.

Das Vertrauen in die nationale Cyber-Bereitschaft nimmt weiter ab. 31 Prozent der Befragten haben nur wenig Vertrauen in die Fähigkeit ihres Landes, auf größere Cybervorfälle zu reagieren. Im Vorjahr waren es noch 26 Prozent. Das Vertrauen variiert stark zwischen den Regionen. 84 Prozent der Befragten aus dem Nahen Osten und Nordafrika sind zuversichtlich, dass ihr Land in der Lage ist, kritische Infrastrukturen zu schützen. Im Gegensatz dazu sehen nur 40 Prozent der Befragten aus Europa ihr Land dafür vorbereitet.

Auf die Frage nach der Cyber-Resilienz ihrer eigenen Organisation gaben 23 Prozent der Vertreter des öffentlichen Sektors und internationaler Organisationen an, dass sie deren Bereitschaft für unzureichend halten. Im Gegensatz dazu bewerteten nur elf Prozent der Befragten aus dem privaten Sektor ihr Unternehmen in diesem Aspekt negativ.

91 Prozent der Organisationen mit mehr als 100.000 Mitarbeitern haben ihre Cybersicherheitsstrategien aufgrund der geopolitischen Instabilität geändert.

Der aktuelle WEF-Bericht dreht sich vor allem um das Thema KI. Die Mehrheit der befragten Führungskräfte geht davon aus, dass die Technologie in diesem Jahr der wichtigste Treiber für Veränderungen im Bereich Cybersicherheit sein wird. „Die weit verbreitete Integration von KI-Systemen vergrößert die Angriffsfläche und schafft neue Schwachstellen, für deren Behebung herkömmliche Sicherheitskontrollen nicht ausgelegt sind“, heißt es dazu. „Darüber hinaus nutzen Angreifer KI, um den Umfang, die Geschwindigkeit, die Raffinesse und die Präzision ihrer Angriffe zu verbessern“, heißt es weiter.

Lesetipp: Der große KI-Risiko-Guide

Allerdings könnten auch Verteidiger KI nutzen, um ihre Cyberfähigkeiten zu stärken – zumindest theoretisch, wie der Bericht betont: „Die Vorteile der KI hängen von einer disziplinierten Umsetzung ab. Schlecht implementierte Lösungen können neue Risiken mit sich bringen – Fehlkonfigurationen, voreingenommene Entscheidungen, übermäßige Abhängigkeit von Automatisierung und Anfälligkeit für feindliche Manipulationen.“ Voraussetzung sei daher, dass Unternehmen robuste Schutzvorkehrungen, Security-by-Design-Praktiken und kontinuierliche Überwachung integrieren.

„Die Schlussfolgerung ist klar“, so die Autoren. „KI kann die Cybersicherheit verbessern, aber nur, wenn sie innerhalb solider Governance-Rahmenbedingungen eingesetzt wird, bei denen das menschliche Urteilsvermögen im Mittelpunkt steht. Gleichzeitig können zu viele Kontrollen zu Reibungsverlusten führen, sodass es wichtig ist, ein sorgfältiges Gleichgewicht zu finden.“

Ein Anzeichen dafür, dass dies bereits geschieht: 64 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen über einen Prozess zur Bewertung der Sicherheit von KI-Tools vor deren Einsatz verfügt, gegenüber 37 Prozent in der vorherigen Umfrage im Herbst 2024.

Den Umfragedaten zufolge haben bereits 77 Prozent der Unternehmen KI im Bereich Cybersicherheit eingeführt . Eingesetzt wird sie vor allem, um die Phishing-Versuche zu erkennen (52 Prozent), auf Eindringlinge und Anomalien (46 Prozent) zu reagieren sowie um die Analyse des Benutzerverhaltens (40 Prozent) zu verbessern.

Gleichzeitig stellten die Befragten jedoch praktische Herausforderungen bei der Einführung von KI für die Cybersicherheit fest. Als Haupthindernisse wurden dabei

unzureichende Kenntnisse und/oder Fähigkeiten (54 Prozent),

die Notwendigkeit menschlicher Aufsicht (41 Prozent) und

Unsicherheit hinsichtlich der Risiken (39 Prozent) genannt.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Vertrauen nach wie vor ein Hindernis für die breite Einführung von KI ist, lautet das Fazit der Autoren. „Während Unternehmen die Integration von KI in ihre Sicherheitsabläufe vorantreiben, wird das Gleichgewicht zwischen Automatisierung und menschlichem Urteilsvermögen immer wichtiger.“

Demnach ist KI zwar für die Automatisierung sich wiederholender, umfangreicher Aufgaben geeignet. „Doch ihre derzeitigen Einschränkungen in Bezug auf kontextuelles Urteilsvermögen und strategische Entscheidungsfindung sind nach wie vor offensichtlich, so das WEF. „Eine übermäßige Abhängigkeit von unkontrollierter Automatisierung birgt die Gefahr, dass blinde Flecken entstehen, die von Angreifern ausgenutzt werden können.“

Während KI weiterhin die Cybersicherheitslandschaft dominiert, gewinnen mehrere andere Technologien und Bedrohungsvektoren im Hintergrund still und leise an Bedeutung und werden sich laut dem Bericht voraussichtlich bis 2030 auf die Cybersicherheit auswirken.

Uneinigkeit zwischen CISOs und CEOs

Interessanterweise waren sich CEOs und CISOs nicht immer einig, wenn es um die Bewertung der Cyberrisiken für ihre Organisationen ging. In der Umfrage von 2025 gaben die meisten CEOs an, dass Ransomware, Cyberbetrug und Phishing sowie Störungen der Lieferkette ihre größten Cyber-Sorgen seien. In diesem Jahr rückten Cyberbetrug und Phishing auf Platz eins vor, gefolgt von Schwachstellen der KI und der Ausnutzung von Software-Schwachstellen.

Andererseits erklärten zwar auch die meisten CISOs in der Umfrage von 2025, dass Ransomware ihr größtes Problem sei. , aber sie kehrten die Reihenfolge der CEOs um und setzten Störungen der Lieferkette an zweiter Stelle, gefolgt von Cyberbetrug und Phishing. In der aktuellen Umfrage waren Ransomware und Störungen der Lieferkette weiterhin die beiden größten Probleme, aber an dritter Stelle steht nun die Ausnutzung von Software-Schwachstellen.

Dies deutet darauf hin, dass CEOs tendenziell eher über die allgemeinen geschäftlichen Auswirkungen von Betrugsfällen besorgt sind, während für CISOs die Sorge um Ransomware die erheblichen Betriebsstörungen widerspiegelt, die ein erfolgreicher Ransomware-Angriff für die Verfügbarkeit kritischer IT- und OT-Systeme (Operational Technology) mit sich bringen kann.

Die wichtigsten Risikofaktoren in der Zukunft

Zu den weiteren Bedrohungen zählen laut Bericht autonome Systeme und Robotik, Quantentechnologien, digitale Währungen, Weltraumtechnologien und Unterseekabel sowie Naturkatastrophen und der Klimawandel. Bis zum Ende des Jahrzehnts werden autonome Systeme ein kurzfristiger Faktor sein, von KI-Unterstützung bei der Analyse bis hin zur Steuerung physischer Aktionen in Fabriken, Logistik, Gesundheitswesen und öffentlichen Räumen.

Diese Entwicklung könnte ein neues cyberphysisches Risikoprofil schaffen, bei dem maschinell ausgeführte Entscheidungen die Sicherheit und Servicequalität innerhalb von Sekunden verändern und die Zeitfenster für Erkennung und Reaktion verkürzen können.

Bis 2030 wird sich die Quantentechnologie laut dem Bericht von einem theoretischen Disruptor zu einer selektiven, aber materiellen Bedrohung für die Kryptografie entwickelt haben. Staatliche Akteure oder Akteure mit umfangreichen Ressourcen könnten in der Lage sein, beschleunigte Angriffe auf hochwertige Ziele durchzuführen, auch wenn das Knacken von Codes in großem Umfang nach wie vor selten sei, hieß es. Gleichzeitig würden Verteidiger mit Hilfe von Quantentechnologie künftig verbesserte Analysen und Sensoren zur Erkennung von Anomalien einsetzen, was zu einem dynamischen Wettlauf zwischen Angreifern und Verteidigern führen wird.

Der Bericht zeigt, dass der Aufbau einer sicheren digitalen Zukunft mehr als nur technische Lösungen braucht. „Dies erfordert entschlossene Führung, gemeinsame Verantwortung und die Verpflichtung, die kollektive Basis anzuheben – um sicherzustellen, dass Resilienz für alle zugänglich ist, nicht nur für die mit den besten Ressourcen. Da die Grenzen zwischen der digitalen und der physischen Welt immer mehr verschwimmen, werden diejenigen Organisationen erfolgreich sein, die Cyber-Resilienz als gemeinsame strategische Verantwortung anerkennen – eine Verantwortung, die Vertrauen schafft, Innovation ermöglicht und die vernetzten Grundlagen der globalen Gesellschaft schützt.“

Der Report basiert auf einer Umfrage vom letzten Herbst, an der 804 Führungskräfte, Wissenschaftler, Vertreter der Zivilgesellschaft und Verantwortliche für Cybersicherheit im öffentlichen Sektor aus 92 Ländern teilnahmen. Darunter waren 316 CISOs. Zusätzliches Material wurde in Workshops gesammelt, darunter eine Sitzung mit 21 Führungskräften aus der CISO-Community des Zentrums für Cybersicherheit des Forums. (jm)

 

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