Hackerangriff löst Fehlalarm in Halle aus

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Offenbar haben Cyberkriminelle einen Sirenenalarm in der Stadt Halle ausgelöst.

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In der Stadt Halle (Saale) ist es am Samstag (10. Januar) zu einem Fehlalarm gekommen. Gegen 22 Uhr heulten alle betriebsfähigen Sirenen auf, begleitet von einer englischsprachigen Durchsage: “Active shooter. Lockdown now” (Bewaffneter Angreifer aktiv. Sofortiger Lockdown). Wie die Stadtverwaltung mitteilte, handelt es sich bei der Ursache nach aktuellen Kenntnissen höchstwahrscheinlich um einen Cyberangriff.

Wie Oberbürgermeister Alexander Vogt und Tobias Teschner, Leiter des Fachbereichs Sicherheit, erklären, wurde der Alarm durch einen externen Zugriff auf das Sirenensystem ausgelöst – also weder von der Stadt selbst noch vom Land Sachsen-Anhalt oder vom Bund.

Alarmsystem weiterhin funktionsfähig

Weitere Details zu dem Angriff sind derzeit nicht bekannt. Man habe alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des Sirenensystems ergriffen und Anzeige bei der Polizei erstattet, versichert die Stadt. „Dort laufen die Ermittlungen inzwischen auf Hochtouren. Alle Sirenen im Stadtgebiet sind vor äußeren Zugriffen geschützt und alarmfähig.“

Am Samstag war zudem die städtische Webseite www.halle.de  kurzzeitig nicht erreichbar. Die Stadt schließt jedoch einen gezielten DDoS-Angriff aus. Stattdessen geht man davon aus, dass die hohen Zugriffszahlen aufgrund des Alarms zu der Unterbrechung geführt haben. Inzwischen seien Maßnahmen ergriffen worden, um die Webseite auch bei starkem Nutzeraufkommen stabil zu halten, heißt es in der Mitteilung.

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