{"id":7226,"date":"2026-02-24T09:43:39","date_gmt":"2026-02-24T09:43:39","guid":{"rendered":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=7226"},"modified":"2026-02-24T09:43:39","modified_gmt":"2026-02-24T09:43:39","slug":"bitcoin-milliarden-von-raubkopie-portal-im-visier-der-justiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=7226","title":{"rendered":"Bitcoin-Milliarden von Raubkopie-Portal im Visier der Justiz"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"grid grid--cols-10@md grid--cols-8@lg article-column\">\n<div class=\"col-12 col-10@md col-6@lg col-start-3@lg\">\n<div class=\"article-column__content\">\n<div class=\"container\"><\/div>\n<div class=\"extendedBlock-wrapper block-coreImage undefined\">Urheberrechtsverst\u00f6\u00dfe sind ein eintr\u00e4glisches Gesch\u00e4ft.\n<p class=\"imageCredit\">PXLR Studio \u2013 shutterstock.com<\/p>\n<\/div>\n<p>In Leipzig hat der Prozess um den illegalen Streamingdienst \u00abmovie2k.to\u00bb und einen Milliardengewinn mit Bitcoins begonnen. Vor dem Landgericht ist der 42 Jahre alte mutma\u00dfliche Kopf des Portals unter anderem wegen gewerbsm\u00e4\u00dfiger Geldw\u00e4sche in 146 F\u00e4llen angeklagt. Mit ihm auf der Anklagebank sitzt ein 39-J\u00e4hriger, der sich wegen Geldw\u00e4sche in 46 F\u00e4llen und Steuerhinterziehung verantworten muss. Die Vorw\u00fcrfe \u2013 in rund 220.000 F\u00e4llen urheberrechtlich gesch\u00fctzte Werke unerlaubt verwertet zu haben \u2013 sind inzwischen verj\u00e4hrt und somit nicht mehr Gegenstand der Verhandlung.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">350 Seiten Anklageschrift<\/h2>\n<p>Zum Prozessauftakt beanstandete die Verteidigung des Hauptangeklagten die Verlesung der Anklageschrift. Diese h\u00e4tte in modifizierter Fassung vorgelegt werden m\u00fcssen, nachdem das Landgericht einige Teile daraus nicht zugelassen hatte. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden betonte, dass die verj\u00e4hrten Taten wichtig f\u00fcr den Vorwurf der Geldw\u00e4sche seien. Die Wirtschaftsstrafkammer wies den Antrag der Verteidigung zur\u00fcck.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was passiert mit dem Gewinn in H\u00f6he von 2,64 Milliarden Euro?<\/h2>\n<p>Brisant ist der Fall, weil die Wirtschaftsstrafkammer auch \u00fcber den Besitz der rund 2,64 Milliarden Euro entscheidet, die aus dem Bitcoinverm\u00f6gen des Hauptangeklagten erzielt worden waren. Bei einer rechtskr\u00e4ftigen Verurteilung k\u00f6nnte auch der Landeskasse viel Geld zuflie\u00dfen.<\/p>\n<p>Laut Anklage hatte das Duo mit einem bereits rechtskr\u00e4ftig verurteilten Mann \u00fcber das Streamingportal \u00abmovie2k.to\u00bb jahrelang hunderttausende Raubkopien von Filmen und Serie angeboten. Dabei hatten die Betreiber Millioneneinnahmen aus Werbevertr\u00e4gen erzielt und damit Bitcoins erworben. 2013 wurde das Portal abgeschaltet, der Hauptangeklagte konnte erst 2023 im Ausland festgenommen werden.<\/p>\n<p>Nach seiner Festnahme im Jahr 2023 hatte er den Ermittlern knapp 50.000 Bitcoins \u00fcbergeben. Der Verkauf brachte nach einem wahren Kurssprung der Kryptow\u00e4hrung etwa 2,64 Milliarden Euro ein. Dieses Geld wird derzeit bei der Landesjustizkasse verwahrt. (dpa\/ad)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urheberrechtsverst\u00f6\u00dfe sind ein eintr\u00e4glisches Gesch\u00e4ft. PXLR Studio \u2013 shutterstock.com In Leipzig hat der Prozess um den illegalen Streamingdienst \u00abmovie2k.to\u00bb und einen Milliardengewinn mit Bitcoins begonnen. Vor dem Landgericht ist der 42 Jahre alte mutma\u00dfliche Kopf des Portals unter anderem wegen gewerbsm\u00e4\u00dfiger Geldw\u00e4sche in 146 F\u00e4llen angeklagt. 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