{"id":5678,"date":"2025-11-06T04:00:00","date_gmt":"2025-11-06T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=5678"},"modified":"2025-11-06T04:00:00","modified_gmt":"2025-11-06T04:00:00","slug":"2026-nichts-fur-schwache-ciso-nerven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=5678","title":{"rendered":"2026 \u2013 nichts f\u00fcr schwache CI(S)O-Nerven"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"grid grid--cols-10@md grid--cols-8@lg article-column\">\n<div class=\"col-12 col-10@md col-6@lg col-start-3@lg\">\n<div class=\"article-column__content\">\n<div class=\"container\"><\/div>\n<div class=\"extendedBlock-wrapper block-coreImage undefined\">Aus Sicht von Forrester bleibt die Lage f\u00fcr IT-(Sicherheits-)Entscheider auch 2026 angespannt.\n<p class=\"imageCredit\">Maya Lab \/Shutterstock<\/p>\n<\/div>\n<p>Keine Entwarnung f\u00fcr IT-(Sicherheits-)Entscheider: Die Analysten von Forrester gehen in den <a href=\"https:\/\/www.forrester.com\/report\/predictions-2026-tech-leadership\/RES184995\">Predictions 2026<\/a> davon aus, dass die Volatilit\u00e4t 2026 weiter anh\u00e4lt. CIOs und CISOs seien entsprechend gefordert, mit Pr\u00e4zision, Resilienz und strategischer Weitsicht zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Das gilt den Auguren zufolge insbesondere f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (KI), denn: Die Hype-Phase rund um KI sei vorbei, erkl\u00e4rt Forrester, und der Druck, echte, messbare Ergebnisse aus sicheren KI-Initiativen zu liefern, werde zunehmen \u2013 w\u00e4hrend der Spielraum f\u00fcr Fehler weiter schrumpfe.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem prophezeit das Analystenhaus, dass geopolitische Spannungen und Sicherheitsrisiken weiterhin erfordern, mit Pr\u00e4zision, Resilienz und strategischer Weitsicht zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Unter dem Strich geht Forrester davon aus, dass 2026 ein Jahr sein wird, in dem man sich auf Ergebnisse konzentrieren muss, die mit den Gesch\u00e4ftszielen \u00fcbereinstimmen und Vertrauen im gesamten Unternehmen aufbauen.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5 Forrester-Prognosen f\u00fcr 2026<\/h2>\n<p>Um CIOs und CISOs besser auf die Herausforderungen im kommenden Jahr vorzubereiten, haben die Analysten folgende f\u00fcnf Prognosen f\u00fcr 2026 herausgegeben:<\/p>\n<p><em>Ein Viertel aller CIOs wird von der Fachseite initiierte, gescheiterte KI-Projekte im Unternehmen retten m\u00fcssen.<\/em><\/p>\n<p>Laut Forrester leitet schon heute in vier von zehn F\u00e4llen der CIO oder CTO die technische Seite der KI-Strategie, in 21 Prozent verantwortet er sogar die Business-Seite. Die Marktforscher rechnen damit, dass sich diese Zahlen verdoppeln, sobald Unternehmen erkennen, dass Technologieverantwortliche in einer Schl\u00fcsselposition sind, um die Teams zu koordinieren, die erfolgreich agentische Systeme aufbauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>2. Unternehmen werden rund 25 Prozent ihrer KI-Ausgaben bis 2027 zur\u00fcckstellen<\/em><\/p>\n<p>Die Wertsch\u00f6pfung von KI bleibt aus: Forrester zufolge berichten nur 15 Prozent der KI-Verantwortlichen, dass ihr Unternehmen in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten einen EBITDA-Zuwachs durch KI erzielt hat. Weniger als ein Drittel kann den Wertbeitrag von KI klar finanziell darlegen. Dabei seien die dementsprechenden Erwartungen hoch, so die Analysten: 85 Prozent der KI-Entscheider erwarten innerhalb von drei Jahren eine positive Rendite, um ein Investment als erfolgreich zu betrachten.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund geht Forrester davon aus, dass CEOs 2026 verst\u00e4rkt CFOs in KI-Initiativen einbeziehen werden. Allerdings erwarten die Auguren, dass finanzgetriebene Entscheidungsprozesse die Einf\u00fchrung produktiver KI-Anwendungen verlangsamen und viele Proofs of Concept ausbremsen werden \u2013 wodurch Unternehmen rund ein Viertel ihrer geplanten Ausgaben auf 2027 verschieben d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Dies hat laut Forrester auch Folgen f\u00fcr KI-Anbieter \u2013 diese w\u00fcrden versuchen, der nachlassenden Nachfrage mit Rabatten und \u00fcberdimensionierten Vertragszusagen zu kontern. Kluge Eink\u00e4ufer sollten diese Schw\u00e4che auf der Angebotsseite nutzen, so die Analysten.<\/p>\n<p>3. <em>Neoclouds werden 20 Milliarden Dollar Umsatz erzielen und die Dominanz der Hyperscaler im GenAI-Markt untergraben.<\/em><\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt durch Nvidia-Chips und VC-Finanzierung priorisieren Neoclouds wie CoreWeave, Lambda, Nebius und Vultr GPU-Workloads gegen\u00fcber x86\/ARM und bieten eine skalierbare, leistungsstarke KI-Infrastruktur. Die Tragbarkeit dieses Ansatzes hat Microsoft bereits 2023 mit einer Investition in H\u00f6he von mehreren Milliarden Dollar in CoreWeave best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Das Analystenhaus geht davon aus, dass sich die Neocloud-Deployments von Unternehmen verdreifachen, das Modell in Europa und Asien expandieren sowie tiefer in Unternehmens-KI-Stacks integriert wird. Als Konsequenz seien die Hyperscaler dazu gezwungen, ihre agentischen Strategien neu zu \u00fcberdenken.<\/p>\n<p>4. <em>Die Zeit, um Entwicklerstellen zu besetzen, wird sich verdoppeln.<\/em><\/p>\n<p>Aus Sicht von Forrester wird KI die Zeit f\u00fcr das Recruiting von Entwicklern gleich in vierfacher Hinsicht beeintr\u00e4chtigen:<\/p>\n<p>Unternehmen werden versuchen, KI mit erfahrenen Entwicklern zu kombinieren und zum Teil keine Junior-Entwickler mehr einstellen. Dies wird zu einer erh\u00f6hten Nachfrage nach Personen f\u00fchren, die bereits Erfahrung in der KI-Entwicklung haben.<\/p>\n<p>Unternehmen werden au\u00dferhalb ihres unmittelbaren Talentpools nach Kandidaten mit fundierten Kenntnissen im Bereich Architektur suchen. Diese werden schwieriger zu finden sein.<\/p>\n<p>KI wird die Personalabteilungen \u00fcberfordern, da viele Entwickler, die auf der Suche nach einem Job sind, KI nutzen werden, um den Bewerbungsprozess zu automatisieren.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich werden die Recruiting-Teams langsamer vorgehen und die Entwicklerkandidaten genauer pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Forrester empfiehlt in diesem Zusammenhang, auch unerfahrene Entwickler einzustellen, innerhalb des Unternehmen nach AI-erfahrenen Nachwuchskr\u00e4ften zu suchen, die Personalabteilung mit AI auszustatten und mehr AI-Fachwissen in die Rekrutierungsteams zu integrieren.<\/p>\n<p>5. <em>Die Ausgaben f\u00fcr Quantensicherheit werden f\u00fcnf Prozent des gesamten IT-Sicherheitsbudgets \u00fcbersteigen<\/em><\/p>\n<p>In weniger als zehn Jahren, so Forrester, seien kommerzielle Quantencomputer in der Lage, die heutige asymmetrische Kryptografie zu knacken\u2013 angesichts der regelm\u00e4\u00dfigen Fortschritte vielleicht sogar noch fr\u00fcher. Das NIST hat bereits darauf reagiert und 2030 als Frist f\u00fcr RSA und ECC gesetzt.<\/p>\n<p>Forrester prophezeit, dass Sicherheitsteams als Reaktion darauf die Ausgaben f\u00fcr Quantensicherheit in mehreren Bereichen rasch erh\u00f6hen werden. Ein Teil des Geldes flie\u00dfe in Beratung, um die Migration zur Quantensicherheit zu planen. Au\u00dferdem w\u00fcrden veraltete kryptografische Bibliotheken und Komponenten ersetzt und die Quantenmigrationspl\u00e4ne von Anbietern und Partnern inspiziert. Schlie\u00dflich investierten die Teams massiv in Tools zur kryptografischen Erkennung und Bestandsaufnahme, um die Migration von Systemen mit hoher Auswirkung zu priorisieren.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus Sicht von Forrester bleibt die Lage f\u00fcr IT-(Sicherheits-)Entscheider auch 2026 angespannt. 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