{"id":5300,"date":"2025-10-10T06:53:29","date_gmt":"2025-10-10T06:53:29","guid":{"rendered":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=5300"},"modified":"2025-10-10T06:53:29","modified_gmt":"2025-10-10T06:53:29","slug":"sammelklage-gegen-facebook-mutter-meta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=5300","title":{"rendered":"Sammelklage gegen Facebook-Mutter Meta"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"grid grid--cols-10@md grid--cols-8@lg article-column\">\n<div class=\"col-12 col-10@md col-6@lg col-start-3@lg\">\n<div class=\"article-column__content\">\n<div class=\"container\"><\/div>\n<div class=\"extendedBlock-wrapper block-coreImage undefined\">Im April 2021 wurden Daten von mehr als 530 Millionen Facebook-Nutzern gestohlen. Das hat Folgen f\u00fcr den Mutterkonzern Meta.\n<p class=\"imageCredit\"> Ascannio \u2013 shutterstock.com<\/p>\n<\/div>\n<p>Nach einem millionenfachen Datendiebstahl bei Facebook vor mehr als sechs Jahren befasst sich das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg am heutigen Freitag (10.Oktober) mit dem Fall. Der Verbraucherzentrale Bundesverband will mit einer Musterfeststellungsklage erreichen, dass Betroffene einfacher als bislang Schadenersatz von der internationalen Facebook-Muttergesellschaft Meta in Irland einfordern k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>Nach Vorstellung der Verbraucherzentrale hat Meta gegen das Datenschutzrecht versto\u00dfen, indem es Datendiebstahl erm\u00f6glichte. Das Technologie-Unternehmen habe die Nutzer unzureichend gesch\u00fctzt und \u00fcber das Leck informiert. Die Verbraucherzentrale spricht sich daf\u00fcr aus, dass Gesch\u00e4digte mindestens 100 bis 600 Euro erhalten. Je mehr Daten abgegriffen worden seien, desto h\u00f6her m\u00fcsse die Zahlung ausfallen.<\/p>\n<p>Musterfeststellungsklagen, etwa bekannt aus dem VW-Abgasskandal, sind im November 2018 vom Gesetzgeber eingef\u00fchrt worden. Sie erm\u00f6glichen Verbraucherverb\u00e4nden, f\u00fcr Gesch\u00e4digte zu klagen. Im Fall einer erfolgreichen Klage k\u00f6nnen Verbraucher sich auf das Urteil berufen, um Schadensersatzanspr\u00fcche durchzusetzen. In der Praxis m\u00fcssen Verbraucher nicht immer erneut klagen \u2013 etwa, wenn es zu einem Vergleich kommt.\u00a0<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Um welchen Datendiebstahl geht es?<\/h2>\n<p>Der Vorfall liegt Jahre zur\u00fcck: Im April 2021 wurden Daten von mehr als 530 Millionen Facebook-Nutzern aus mehr als 100 L\u00e4ndern im Darknet verbreitet. In Deutschland sollten laut Verbraucherzentrale rund sechs Millionen Menschen betroffen sein.\u00a0Der Datendiebstahl war m\u00f6glich, weil Profile auf dem sozialen Netzwerk je nach Einstellungen \u00fcber Telefonnummern gefunden werden konnten. Auf diese Weise wurden etwa Nutzer-ID, Vor- und Nachname, Land und Geschlecht mit der Telefonnummer verkn\u00fcpft. Die Daten wurden von Januar 2018 bis September 2019 abgesch\u00f6pft.\u00a0<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Folgen hatte die Datenpanne f\u00fcr Meta?\u00a0<\/h2>\n<p>Die zust\u00e4ndige irische Datenschutzbeh\u00f6rde verh\u00e4ngte 2022 nach einer Pr\u00fcfung eine Strafe von 265 Millionen Euro gegen Meta Platforms Ireland Limited. In Deutschland gab es Tausende Klagen gegen Meta, wobei das Unternehmen in den Vorinstanzen viele Verfahren gewann. Lange war strittig, unter welchen Voraussetzungen Kl\u00e4ger Schadenersatz geltend machen k\u00f6nnen. November vergangenen Jahres entschied dann der Bundesgerichtshof, dass daf\u00fcr der Nachweis reicht, zu den Opfern des Datendiebstahls zu z\u00e4hlen.\u00a0<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie viele B\u00fcrger beteiligen sich an der Sammelklage?\u00a0<\/h2>\n<p>Die Verbraucherzentrale teilte mit, bis Anfang Oktober h\u00e4tten sich mehr als 14.000 Menschen der Klage angeschlossen. Wer Anspr\u00fcche anmelden m\u00f6chte, kann seine Daten auf der Website des Bundesamts f\u00fcr Justiz hinterlegen, um sich in das Verbandsklageregister eintragen zu lassen. Eine Anmeldung ist nachtr\u00e4glich bis sp\u00e4testens drei Wochen nach Ende der m\u00fcndlichen Verhandlung m\u00f6glich. Interessierte k\u00f6nnen \u00fcber die Verbraucherzentrale im Internet pr\u00fcfen lassen, ob sie von der Datenpanne betroffen waren.\u00a0<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist von der Verhandlung am Freitag zu erwarten?\u00a0<\/h2>\n<p>Die Verbraucherzentrale teilte mit, dass sich das Gericht am Freitag zun\u00e4chst mit formellen Fragen besch\u00e4ftigen werde. Vom Hanseatischen Oberlandesgericht hei\u00dft es, dass dar\u00fcber gesprochen werde, ob das Gericht \u00fcberhaupt f\u00fcr die Klage zust\u00e4ndig sei. Wie lange verhandelt werde, k\u00f6nne nicht abgesehen werden. Am Ende der Sitzung am Freitag sei jedenfalls nicht mit einer Entscheidung zu rechnen. Ein gesonderter Verk\u00fcndungstermin solle bekanntgegeben werden. Die Verhandlung ist \u00f6ffentlich. (dpa\/jm)<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im April 2021 wurden Daten von mehr als 530 Millionen Facebook-Nutzern gestohlen. Das hat Folgen f\u00fcr den Mutterkonzern Meta. Ascannio \u2013 shutterstock.com Nach einem millionenfachen Datendiebstahl bei Facebook vor mehr als sechs Jahren befasst sich das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg am heutigen Freitag (10.Oktober) mit dem Fall. 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