{"id":4557,"date":"2025-08-27T13:56:19","date_gmt":"2025-08-27T13:56:19","guid":{"rendered":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=4557"},"modified":"2025-08-27T13:56:19","modified_gmt":"2025-08-27T13:56:19","slug":"fachkraftemangel-bedroht-cybersicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=4557","title":{"rendered":"Fachkr\u00e4ftemangel bedroht Cybersicherheit"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"grid grid--cols-10@md grid--cols-8@lg article-column\">\n<div class=\"col-12 col-10@md col-6@lg col-start-3@lg\">\n<div class=\"article-column__content\">\n<div class=\"container\"><\/div>\n<div class=\"extendedBlock-wrapper block-coreImage undefined\">Um die Cybersicherheit in Unternehmen zu st\u00e4rken, fehlt es derzeit nach wie vor an Fachkr\u00e4ften. \n<p class=\"imageCredit\">Dmitry Kovalchuk \u2013 shutterstock.com<\/p>\n<\/div>\n<p>Ein <a href=\"https:\/\/www.accenture.com\/us-en\/insights\/security\/state-cybersecurity-2025\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aktueller Bericht von Accenture<\/a> besagt, dass lediglich jedes dritte Unternehmen (34 Prozent) \u00fcber eine ausgereifte Cyberstrategie verf\u00fcgt. Noch weniger \u2013 nur 13 Prozent \u2013 besitzen demnach die fortschrittlichen Cyberf\u00e4higkeiten, um KI-gesteuerte Bedrohungen abzuwehren. \u201eDie \u00fcberwiegende Mehrheit bleibt ungesch\u00fctzt, unvorbereitet und l\u00e4uft Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten, wenn KI-gest\u00fctzte Bedrohungen zunehmen.\u201c, warnen die Autoren der Studie.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt dieses Problems stehen laut Accenture die personellen Engp\u00e4sse, mit denen die \u00fcberwiegende Mehrheit der Unternehmen zu k\u00e4mpfen hat. 83 Prozent der befragten IT-F\u00fchrungskr\u00e4fte gaben an, dass der Mangel an Cybertalenten \u201eein gro\u00dfes Hindernis\u201c f\u00fcr eine starke Sicherheit im Unternehmen darstellt.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mangel an Spezialf\u00e4higkeiten bleibt Kernproblem<\/h2>\n<p>\u201eEs gibt einen realen und anhaltenden Mangel an Fachkr\u00e4ften im Bereich Cybersicherheit, der weit \u00fcber die Verg\u00fctungsdynamik hinausgeht. Dies ist ein systemisches Problem, das sich seit Jahren entwickelt hat\u201c, betont <a href=\"https:\/\/www.tcs.com\/insights\/authors\/dr-kanwar-preet-singh-sandhu\">Kanwar Preet Singh Sandhu<\/a>, globaler Leiter f\u00fcr strategische Initiativen im Bereich KI-Sicherheit bei Tata Consultancy.<\/p>\n<p>Dem Security-Experten zufolge k\u00f6nnen allein in den USA nur 83 Prozent der offenen Stellen im Bereich Cybersicherheit besetzt werden. \u201eObwohl fast 40 Prozent der Arbeitgeber bereit sind, die Verg\u00fctung f\u00fcr gefragte F\u00e4higkeiten wie Cloud-Sicherheit und Bedrohungserkennung zu erh\u00f6hen\u201c, erg\u00e4nzt Sandhu. \u201eEin wettbewerbsf\u00e4higes Gehalt ist zwar unverzichtbar, um Top-Talente anzuziehen, aber das Kernproblem bleibt der Mangel an spezialisierten F\u00e4higkeiten, um sich gegen die heutigen komplexen Bedrohungen zu verteidigen.\u201c<\/p>\n<p>Ron Kneffel, Vorstandsvorsitzender CISO Alliance, best\u00e4tigt gegen\u00fcber CSO, dass der Bedarf an IT-Sicherheitsfachkr\u00e4ften auch in Deutschland hoch ist. Laut der <a href=\"https:\/\/www.isc2.org\/Insights\/2024\/10\/ISC2-2024-Cybersecurity-Workforce-Study\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ISC\u00b2 Cybersecurity Workforce Study 2024<\/a> fehlen in Deutschland rund 120.000 Expertinnen und Experten in der Cybersicherheit. \u201eDie Anzahl der unbesetzten Stellen in der IT-Sicherheit ist nicht nur Statistik \u2013 sie ist ein Risiko f\u00fcr unsere digitale Zukunft\u201c, mahnt Kneffel.<\/p>\n<p><a>Nach Angaben des Branchenexperten zeigt sich im internationalen Vergleich, dass Deutschland einen der h\u00f6chsten Bedarfe an IT-Sicherheitsfachkr\u00e4ften in Europa hat: Frankreich verzeichnet demnach derzeit etwa 69.000 unbesetzte Stellen, europaweit besteht eine L\u00fccke von \u00fcber 300.000 Personen. \u201eDeutschland geh\u00f6rt damit zu den L\u00e4ndern mit dem gr\u00f6\u00dften Nachholbedarf, was die Sicherung kritischer IT-Infrastrukturen betrifft\u201c, merkt Kneffel an.<\/a><\/p>\n\n<p><a><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eUnhaltbare Kultur\u201c h\u00e4lt Talente fern<\/h2>\n<p>Die Herausforderungen im Bereich der Unternehmensfachkr\u00e4fte sind jedoch selbstverschuldet, f\u00fcgt Sandhu von Tata Consultancy hinzu. Seiner Meinung nach w\u00fcrden sich Unternehmen zu wenig daf\u00fcr engagieren, das Burnout-Syndrom zu bek\u00e4mpfen. \u201eDer Druck und das stressige Umfeld der Cybersicherheit f\u00fchren zu erheblichem Burnout, wodurch selbst wettbewerbsf\u00e4hige Angebote weniger attraktiv werden\u201c, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<p>Eine aktuelle Umfrage von IANS Research ergab, dass <a href=\"https:\/\/www.csoonline.com\/article\/3998246\/53-of-cyber-department-leaders-eyeing-the-exit.html\">53 Prozent der F\u00fchrungskr\u00e4fte im Bereich Cybersicherheit einen Wechsel<\/a> in Betracht ziehen. \u201eUnternehmen m\u00fcssen sowohl die Qualifikationsl\u00fccke als auch die unhaltbare Kultur angehen, die ihre wertvollsten Mitarbeiter vertreibt\u201c, fordert Sandhu.<\/p>\n<p>\u201eWir d\u00fcrfen nicht l\u00e4nger so tun, als g\u00e4be es zu wenige Menschen. Es gibt gen\u00fcgend Talente \u2013 sie m\u00fcssen nur motiviert, qualifiziert und gezielt eingesetzt werden\u201c, erg\u00e4nzt Kneffel. \u201eInsbesondere Frauen sind in der IT-Sicherheit noch massiv unterrepr\u00e4sentiert. Dieses Potenzial ungenutzt zu lassen, w\u00e4re fahrl\u00e4ssig\u201c, so der Vorstandsvorsitzenden der CISO Alliance.<\/p>\n<p>Kurzfristig brauche es praxisnahe Weiterbildungsprogramme, gezielte Frauenf\u00f6rderung und klare Karrierepfade, die Sicherheitsteams schnell st\u00e4rken, f\u00fcgt Kneffel hinzu. \u201eLangfristig ist die Einf\u00fchrung eines eigenst\u00e4ndigen Ausbildungsberufs f\u00fcr IT-Sicherheit bei den IHKs entscheidend, um jungen Menschen fr\u00fch einen Zugang in dieses wichtige Berufsfeld zu erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<p>Lesetipp: <a href=\"https:\/\/www.csoonline.com\/article\/3495028\/chief-information-security-officer-ein-neues-berufsbild-fur-cisos.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ein neues Berufsbild f\u00fcr CISOs<\/a><\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">KI als Mittel gegen Burnout?<\/h2>\n<p>Michelle Abraham, Senior Research Director bei IDC sieht jedoch einen Hoffnungsschimmer. Sie geht davon aus, dass KI in den n\u00e4chsten Jahren dazu beitragen wird, Burnout im Sicherheitsbereich deutlich zu reduzieren. Das k\u00f6nnte m\u00f6glicherweise die Personalprobleme der CISOs lindern.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt sicherlich viele Berichte \u00fcber Burnout und hohe Fluktuation\u201c, so Abraham. \u201eBurnout entsteht zum Teil dadurch, dass man immer wieder sehr repetitive Aufgaben ausf\u00fchren muss. KI, die in der Lage ist, diese zu triagieren, wird hier Abhilfe schaffen.\u201c<\/p>\n<p><a><\/a><\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die Cybersicherheit in Unternehmen zu st\u00e4rken, fehlt es derzeit nach wie vor an Fachkr\u00e4ften. Dmitry Kovalchuk \u2013 shutterstock.com Ein aktueller Bericht von Accenture besagt, dass lediglich jedes dritte Unternehmen (34 Prozent) \u00fcber eine ausgereifte Cyberstrategie verf\u00fcgt. 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