{"id":3433,"date":"2025-06-04T08:39:58","date_gmt":"2025-06-04T08:39:58","guid":{"rendered":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=3433"},"modified":"2025-06-04T08:39:58","modified_gmt":"2025-06-04T08:39:58","slug":"dobrindt-will-aufrusten-gegen-cyberkriminelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=3433","title":{"rendered":"Dobrindt will aufr\u00fcsten gegen Cyberkriminelle"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"grid grid--cols-10@md grid--cols-8@lg article-column\">\n<div class=\"col-12 col-10@md col-6@lg col-start-3@lg\">\n<div class=\"article-column__content\">\n<div class=\"container\"><\/div>\n<div class=\"extendedBlock-wrapper block-coreImage undefined\">Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will st\u00e4rker gegen Cyberkriminalit\u00e4t vorgehen.\n<p class=\"imageCredit\">Max Acronym \u2013 shutterstock.com<\/p>\n<\/div>\n<p>Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat Ma\u00dfnahmen angek\u00fcndigt, um Cyberkriminalit\u00e4t k\u00fcnftig effektiver bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen. \u201cWir r\u00fcsten massiv auf: rechtlich, technisch und organisatorisch\u201d, sagte er bei der Vorstellung des <a href=\"https:\/\/www.bka.de\/DE\/AktuelleInformationen\/StatistikenLagebilder\/Lagebilder\/Cybercrime\/2024\/CC_2024.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeslagebilds Cybercrime 2024 <\/a>des Bundeskriminalamt (BKA) .<\/p>\n<p>Konkret gehe es dabei um mehr Befugnisse f\u00fcr die Sicherheitsbeh\u00f6rden sowie h\u00f6here Sicherheitsstandards in Staat und Verwaltung. Bereits existierende Werkzeuge, \u00fcber die das BKA schon verf\u00fcge, sollten mit K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) weiterentwickelt werden. Auf der Seite der Angreifer werde KI unter anderem genutzt, um die Gesch\u00e4digten von Phishing-Attacken leichter t\u00e4uschen und damit zur Preisgabe von Zugangsdaten verleiten zu k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>Deutschland stehe stark im Fokus von Cyberkriminellen und sogenannten Hacktivisten aus dem Ausland, sagte BKA-Pr\u00e4sident, Holger M\u00fcnch. Wie aus dem Lagebild hervorgeht, nimmt der Anteil der von Cyberkriminellen aus dem Ausland ver\u00fcbten bekannten Straftaten zu. Die Zahl der F\u00e4lle, bei denen die mutma\u00dflichen T\u00e4ter im Inland verortet werden, sank leicht im Vergleich zum Vorjahr \u2013 von rund 134.000 F\u00e4llen auf rund 131.000 F\u00e4lle. Bei den aus dem Ausland heraus ver\u00fcbten Taten war dagegen laut BKA-Pr\u00e4sident Holger M\u00fcnch ein Zuwachs von rund 190.000 auf knapp 202.000 F\u00e4lle zu verzeichnen.\u00a0<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hohes Dunkelfeld<\/h2>\n<p>M\u00fcnch sagte, das Dunkelfeld sei in diesem Bereich sehr hoch. Er rief Gesch\u00e4digte dazu auf, Cyberstraftaten anzuzeigen. Dem Lagebild zufolge etablieren sich Messenger-Dienste zunehmend als Vertriebskanal f\u00fcr sogenannte Cybercrime-as-a-Service-Angebote. Darunter versteht man ein Gesch\u00e4ftsmodell, bei dem kriminelle Dienstleistungen oder Tools \u00fcber das Internet angeboten werden. Bislang wurden diese kriminellen Service-Pakete vor allem im Darknet oder in einschl\u00e4gigen Foren angeboten.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ransomware bleibt die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung<\/h2>\n<p>Dar\u00fcber hinaus zeigt der BKA-Bericht, dass Ransomware die pr\u00e4gende Bedrohung im Cyberraum bleibt und weiterhin erhebliche Sch\u00e4den bei Unternehmen und Privatpersonen verursacht. Deutschlandweit wurden 950 Ransomware-Angriffe angezeigt und im internationalen Vergleich ist Deutschland weiterhin das am vierth\u00e4ufigsten betroffene Land. Jeden Tag werden der Polizei in Deutschland zwei bis drei schwere Ransomware-Angriffe angezeigt. <\/p>\n<p>Bei 72 Prozent der Ransomware-Vorf\u00e4lle handelte es sich um Double-Extortion. Hierbei fordern Angreifer nicht nur eine Zahlung f\u00fcr die Entschl\u00fcsselung, sondern auch daf\u00fcr, dass sie die zuvor gestohlenen Daten nicht ver\u00f6ffentlichen. Wenn L\u00f6segeld floss, dann wurden im Mittel knapp 280.000 Dollar bezahlt.<\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte der Angriffe betrafen Organisationen aus dem Handel, dem Gesundheitswesen und dem verarbeitenden Gewerbe. Insbesondere kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen sind betroffen: 80 Prozent der Attacken betrafen KMUs. Einrichtungen des Gesundheitswesens wurden ebenfalls h\u00e4ufig angegriffen. Neben der Gefahr f\u00fcr Leib und Leben sind hierbei oftmals besonders sensible Daten betroffen, berichtet das BKA.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gewerkschaft sieht Polizei nicht gut aufgestellt<\/h2>\n<p>\u201cDer digitale Raum wird zunehmend zum Handlungsmittelpunkt organisierter Kriminalit\u00e4t mit einem nicht einzusch\u00e4tzenden Dunkelfeld\u201d, sagt der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Alexander Poitz. Aktuell seien die Sicherheitsbeh\u00f6rden dieser Entwicklung nicht gewachsen. Strukturelle, personelle und technische Defizite verhinderten hier eine wirksame Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung. Wenn Politik, Justiz und Polizei nicht rasch und entschlossen handelten, bestehe die Gefahr, dass man den Anschluss verliere \u2013 und dann auch die Kontrolle.\u00a0<\/p>\n<p>Eine positivere Bilanz zog BKA-Pr\u00e4sident M\u00fcnch. Er erkl\u00e4rte: \u201cMit unseren international koordinierten Ma\u00dfnahmen haben wir auch im vergangenen Jahr wieder gezeigt, dass wir nicht nachlassen und der gesteigerten Bedrohungslage effektive polizeiliche Ma\u00dfnahmen entgegensetzen.\u201d (dpa\/jm)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will st\u00e4rker gegen Cyberkriminalit\u00e4t vorgehen. 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