{"id":2336,"date":"2025-03-14T13:46:00","date_gmt":"2025-03-14T13:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=2336"},"modified":"2025-03-14T13:46:00","modified_gmt":"2025-03-14T13:46:00","slug":"europaische-unternehmen-haben-keinen-krisen-plan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=2336","title":{"rendered":"Europ\u00e4ische Unternehmen haben keinen (Krisen)-Plan"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"grid grid--cols-10@md grid--cols-8@lg article-column\">\n<div class=\"col-12 col-10@md col-6@lg col-start-3@lg\">\n<div class=\"article-column__content\">\n<div class=\"container\"><\/div>\n<div class=\"extendedBlock-wrapper block-coreImage undefined\">\n<p>Eine aktuelle Studie zeigt Defizite im Risikomanagement von Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks.<\/p>\n<p class=\"imageCredit\">rawf8 \u2013 shutterstock.com<\/p>\n<\/div>\n<p>Internationale und nationale, politische und unternehmerische <a href=\"https:\/\/www.csoonline.com\/article\/3491885\/cybersecurity-outlook-des-wef-cyberarmut-ki-geopolitische-krisen-und-ein-stuck-hoffnung.html\">Krisen<\/a> h\u00e4ufen sich. Gleichzeitig sind viele Unternehmen nicht ausreichend darauf vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Economist Impact im Auftrag von FTI Consulting, die im M\u00e4rz 2025 ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>F\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.fticonsulting.com\/-\/media\/files\/insights\/reports\/2024\/oct\/turbulent-waters-trusted-anchors-the-general-counsels-evolving-role-in-navigating-crises.pdf\">Studie<\/a> (PDF) wurden 600 Entscheidungstr\u00e4ger aus Gro\u00dfunternehmen mit mehr als einer Milliarde Dollar Umsatz befragt. Ein Viertel der Teilnehmenden kam aus Nordamerika, ein weiteres Viertel aus dem asiatisch-pazifischen Raum und die H\u00e4lfte aus der EMEA-Region. Untersucht wurden die Krisenwahrnehmung, die Krisenbereitschaft und die Rolle der Befragten im Krisenmanagement.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>EMEA-Unternehmen besonders unvorbereitet<\/strong><\/h2>\n<p>Hierbei fanden die Analysten heraus, dass nur etwas mehr als die H\u00e4lfte aller teilnehmenden Unternehmen \u00fcber Notfallpl\u00e4ne f\u00fcr<\/p>\n<p>Cyberangriffe (56 Prozent),<\/p>\n<p>Lieferkettenausf\u00e4lle (58 Prozent) oder<\/p>\n<p>Angriffe aktivistischer Investoren (54 Prozent), die die Strategie des Unternehmens durch Beteiligungen beeinflussen wollen, verf\u00fcgt.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>US-Amerikaner deutlich besser vorbereitet<\/strong><\/h2>\n<p>Vor allem Unternehmen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) haben den Studienautoren zufolge Nachholbedarf: W\u00e4hrend in EMEA sich 56 Prozent der Entscheider auf Cyberangriffe vorbereitet f\u00fchlen, sind es in den USA 65 Prozent. Amerikanische Unternehmen erkennen zudem ihre Risikodefizite klarer, w\u00e4hrend fehlende Strukturen in EMEA oft zu langsamen Reaktionen im Krisenfall f\u00fchren.<\/p>\n<p>Auch auf aktivistische Investoren und Cyberangriffe sind nordamerikanische Unternehmen laut der Studie besser vorbereitet als europ\u00e4ische: Sieben von zehn US-Unternehmen haben Notfallpl\u00e4ne gegen Investoren, 65 Prozent f\u00fcr Cyberangriffe. In Europa sind es mit 53 Prozent und 56 Prozent in beiden Kategorien nur etwas mehr als die H\u00e4lfte.<\/p>\n<p>Immerhin fast sechs von zehn Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks sind auf Lieferkettenunterbrechungen vorbereitet. Deutliche Unterschiede gibt es bei Compliance-Verst\u00f6\u00dfen, hier liegen die USA mit 70 Prozent deutlich vor der EMEA-Region mit 56 Prozent. Auch bei den geopolitischen Risiken sehen sich zwei Drittel der US-Unternehmen gewappnet. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika sind es nur 54 Prozent.<\/p>\n<p>Experten sehen dies in den unterschiedlichen Regulierungssystemen begr\u00fcndet:<\/p>\n<p>in den USA im Nachhinein durch Gerichte,<\/p>\n<p>in Europa im Voraus durch Gesetze.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Notfallpl\u00e4ne weiterhin l\u00fcckenhaft<\/strong><\/h2>\n<p>Zwar habe es in den letzten Jahren Verbesserungen gegeben, aber viele Unternehmen verf\u00fcgten noch immer nicht \u00fcber ausreichende Notfallpl\u00e4ne, so die Studienautoren.<\/p>\n<p>Vor allem Unternehmen in der EMEA-Region sind nicht ausreichend auf Krisen vorbereitet: 42 Prozent haben keine Notfallpl\u00e4ne f\u00fcr geopolitische Risiken, vier von zehn sind nicht auf Cyberattacken vorbereitet und 39 Prozent wissen nicht, wie sie mit Fehlverhalten von F\u00fchrungskr\u00e4ften umgehen sollen.<\/p>\n<p>US-amerikanische Unternehmen sind etwas besser aufgestellt, weniger als ein Drittel ist nicht auf geopolitische Risiken vorbereitet. Genau ein Drittel gab an, keine Pl\u00e4ne f\u00fcr Cyber-Angriffe zu haben. Mehr als sieben von zehn Unternehmen gaben an, f\u00fcr Fehlverhalten von F\u00fchrungskr\u00e4ften vorgesorgt zu haben.<\/p>\n<p>Schlecht sieht es auf beiden Seiten des Atlantiks bei den Pl\u00e4nen f\u00fcr Lieferkettenausf\u00e4lle aus, die f\u00fcr mehr als ein Drittel in beiden Regionen ein unvorhergesehenes Risiko darstellen.<\/p>\n<p>Fehlende Strukturen und Prozesse erschweren nach Ansicht der Experten ein schnelles Krisenmanagement. Dies f\u00fchrt zu langen Reaktionszeiten und unzureichendem Schutz von Unternehmenswerten.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nord-Amerikanische Unternehmen krisenfester<\/strong><\/h2>\n<p>Trotz gewisser Schw\u00e4chen seien nordamerikanische Unternehmen besser auf Krisen vorbereitet, so die Autoren der Studie. Zudem seien sie beim Risikomanagement selbstkritischer als ihre EMEA-Pendants.<\/p>\n<p>41 Prozent der US-Entscheider sehen unklare Verantwortlichkeiten als Problem, in EMEA ist es etwas mehr als ein Viertel. Eine klare Risikotoleranzstrategie vermissen in den USA 35 Prozent, in der EMEA-Region ist es nur ein Viertel. Eine fehlende Risikokultur wird in beiden Regionen von 28 beziehungsweise 23 Prozent der Befragten bem\u00e4ngelt.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Empfehlungen f\u00fcr die Zukunft<\/strong>\u00a0<\/h2>\n<p>Der Bericht schl\u00e4gt eine dreigleisige Strategie vor, um Unternehmen krisenfester zu machen:<\/p>\n<p>Krisenmanagement: F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen die tats\u00e4chlichen Kosten potenzieller Krisen verstehen sowie klare Priorit\u00e4ten f\u00fcr das Krisenmanagement entwickeln und kommunizieren.<\/p>\n<p>Pr\u00e4vention von Krisenereignissen: Investitionen in Instrumente und Systeme, um Krisentreiber fr\u00fchzeitig zu identifizieren sowie zu analysieren, sind entscheidend.<\/p>\n<p>Reaktion auf Krisenereignisse: Notfallpl\u00e4ne, die ein breites Spektrum interner und externer Krisen abdecken, m\u00fcssen erstellt und regelm\u00e4\u00dfig aktualisiert werden. Au\u00dferdem muss ein gut koordiniertes Krisenreaktionsteam eingerichtet werden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine aktuelle Studie zeigt Defizite im Risikomanagement von Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks. rawf8 \u2013 shutterstock.com Internationale und nationale, politische und unternehmerische Krisen h\u00e4ufen sich. Gleichzeitig sind viele Unternehmen nicht ausreichend darauf vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Economist Impact im Auftrag von FTI Consulting, die im M\u00e4rz 2025 ver\u00f6ffentlicht wurde. 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