{"id":1093,"date":"2024-12-05T12:43:14","date_gmt":"2024-12-05T12:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=1093"},"modified":"2024-12-05T12:43:14","modified_gmt":"2024-12-05T12:43:14","slug":"nato-befurchtet-neue-schwere-sabotageakte-und-cyberangriffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cybersecurityinfocus.com\/?p=1093","title":{"rendered":"Nato bef\u00fcrchtet neue schwere Sabotageakte und Cyberangriffe"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"grid grid--cols-10@md grid--cols-8@lg article-column\">\n<div class=\"col-12 col-10@md col-6@lg col-start-3@lg\">\n<div class=\"article-column__content\">\n<div class=\"container\"><\/div>\n<div class=\"extendedBlock-wrapper block-coreImage undefined\">Die Anzahl der Angriffe auf das B\u00fcndnisgebiet der Nato steigen kontinuierlich weiter an.\n<p class=\"imageCredit\">PX Media \u2013 Shutterstock.com<\/p>\n<\/div>\n<p>Die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nato.int\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nato<\/a>\u00a0bef\u00fcrchtet neue schwere Sabotageakte und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.cio.de\/topics\/hacker,4096\">Cyberangriffe<\/a>\u00a0auf das B\u00fcndnisgebiet und hat deswegen weitere Abwehrma\u00dfnahmen beschlossen. \u201cWir beobachten, dass insbesondere Russlands Bereitschaft zunimmt, in unseren L\u00e4ndern durch Sabotage physischen Schaden anzurichten und Menschenleben zu gef\u00e4hrden\u201d, sagte ein ranghoher Beamter am Rande eines Nato-Au\u00dfenministertreffens in Br\u00fcssel. Bei Cyberangriffen seien zudem auch China, der Iran und Nordkorea aktiv.<\/p>\n<p>So f\u00fchrten Chinesen wie auch Russland eine andauernde Kampagne zur Verbreitung von Schadsoftware aus. Dabei gehe es um Spionage, aber auch darum, zu einem beliebigen Zeitpunkt St\u00f6rungen ausl\u00f6sen zu k\u00f6nnen. Russland konzentriere sich dabei auf kritische Infrastrukturen und insbesondere auf industrielle Steuerungssysteme, sagte der Beamte.<\/p>\n<p>Zu den neuen, beim Au\u00dfenministertreffen beschlossenen Abwehrma\u00dfnahmen z\u00e4hlen nach Angaben von Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte ein verst\u00e4rkter Austausch von Geheimdienstinformationen, mehr \u00dcbungen und ein besserer Schutz kritischer Infrastrukturen und eine verbesserte Cyberabwehr. Zur \u00dcberwachung von Pipelines und Datenkabeln in der Ostsee soll es nach Angaben der deutschen Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock unter anderem mehr Patrouillen geben.<\/p>\n<p>Als Beispiele f\u00fcr feindliche Aktivit\u00e4ten in der Vergangenheit nannte die Gr\u00fcnen-Politikerin das Zerst\u00f6ren von Kabeln, das St\u00f6ren des globalen Positionsbestimmungssystems GPS sowie einen Vorfall, bei dem j\u00fcngst die Besatzung eines russischen Tankers mit Signalmunition versuchte, einen Hubschrauber der Bundeswehr abzuschrecken.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hacker ver\u00f6ffentlichen vertrauliche Informationen<\/h3>\n<p>Der Nato-Beamte berichtete zudem \u00fcber einen massiven Cyberangriff gegen das Nato-Mitgliedsland Albanien, der wahrscheinlich vom Iran ausgef\u00fchrt worden sei. Diese habe das Grenzkontrollsystem lahmgelegt und daf\u00fcr gesorgt, dass alle Dateien des Innenministeriums im Internet ver\u00f6ffentlicht worden seien. \u201cJede polizeiliche Untersuchung, jede E-Mail zwischen Polizisten, jeder geheime Zeuge, jeder Gerichtsfall und jede Interpol-Akte war publik\u201d, erkl\u00e4rte er.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unterwasserleitungen besonders verwundbar<\/h3>\n<p>Besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Sabotage ist den Angaben zufolge die Unterwasser-Infrastruktur. \u201cIn den Nato-L\u00e4ndern sind wir auf ein weit verzweigtes Netz von Pipelines und Kabeln angewiesen\u201d, sagte der Nato-Beamte mit Blick auf Gas-, \u00d6l- und Datenleitungen. Es gehe um mehr als eine Million Kilometer dieser Infrastruktur, die von Russland \u00fcber ein bereits vor Jahrzehnten gestartetes Programm kontinuierlich kartiert werde. Teil davon seien auch Schiffe, U-Boote sowie unbemannte und ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge. Die Russen haben demnach die F\u00e4higkeit, \u201cwann immer sie es w\u00fcnschen\u201d Sprengstoffe anzubringen oder Kabel zu durchtrennen.<\/p>\n<p>Problematisch wird in der Nato auch gesehen, dass es ein Ungleichgewicht in der Verwundbarkeit gibt, weil Russland bei weitem nicht in dem Ma\u00dfe auf solche Infrastruktur angewiesen ist wie die Alliierten.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von Brandstiftung bis Mordplan<\/h3>\n<p>Als weitere, vermutlich von Russland gesteuerte Aktivit\u00e4ten nannte der Experte Brandstiftungen, die Instrumentalisierung von Fl\u00fcchtlingen, Attacken auf Bahnlinien und Anschlagsplanungen gegen f\u00fchrende Industrievertreter. So gilt es beispielsweise als wahrscheinlich, dass zeitweise die Ermordung des Vorstandschefs des gr\u00f6\u00dften deutschen R\u00fcstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, geplant wurde.<\/p>\n<p>Den Angaben aus der Nato zufolge muss auch damit gerechnet werden, dass Russland gro\u00dfangelegte Programme zur Beeinflussung von Wahlen in B\u00fcndnisstaaten startet. Dabei k\u00f6nnte wie zuletzt in Moldau auf die Verbreitung von falschen oder irref\u00fchrenden Informationen, auf Cyberattacken oder Stimmenk\u00e4ufe gesetzt werden. Bei all dem handele es sich um eine organisierte Kampagne, sagte der Beamte.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung des Experten ist es h\u00f6chste Zeit, dass gehandelt wird. Man habe das Problem, dass man sich daran gew\u00f6hnt habe, dass die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nato.int\/cps\/en\/natohq\/topics_156338.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hybriden Angriffe<\/a>\u00a0stetig intensiver und h\u00e4ufiger werden, sagte er. Folge sei, dass man lange nicht angemessen reagiert habe.<\/p>\n<p>Zuletzt waren im November innerhalb kurzer Zeit Sch\u00e4den an zwei Glasfaserkabeln in der Ostsee aufgetreten. Dabei handelte es sich um ein Kabel, das zwischen Schweden und Litauen verl\u00e4uft sowie eins zwischen Finnland und Deutschland. Die Ursache daf\u00fcr ist in beiden F\u00e4llen noch unklar. Die schwedischen Beh\u00f6rden ermitteln wegen m\u00f6glicher Sabotage. Der Fokus der Ermittler liegt auf einem chinesischen Schiff mit dem Namen \u201cYi Peng 3\u201d, das zum fraglichen Zeitpunkt die betroffenen Stellen der Kabel passiert haben soll. (<a href=\"https:\/\/www.cio.de\/ap\/rene-schmoel,395\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dpa\/rs<\/a>)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anzahl der Angriffe auf das B\u00fcndnisgebiet der Nato steigen kontinuierlich weiter an. 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